Vegan für Anfänger*innen – 3 easy Tipps und Tricks

Laura

Achtung dieser Text ist nichts für Veganer*innen. Die Inhalte des folgenden Beitrages sind was für dich, wenn du noch nicht vegan lebst, du jedoch in die vegane Welt eintauchen möchtest.
Du weißt nicht wie? Dann bist du hier genau richtig! I
n diesem Beitrag widmen wir uns 3 easy Tipps und Tricks wie es euch gelingt Schritt für Schritt der veganen Ernährung näher zu kommen. Keine Sorge ihr benötig dazu keine fancy bzw. außergewöhnlichen Zutaten, sondern nur etwas Offenheit gegenüber Neuem. Denn Veränderung beginnt bereits im Kopf. Viel Spaß beim Lesen!

P.S.: Natürlich können sich auch bereits vegan lebende Menschen die ein oder andere Inspiration holen 😉

1. Nicht abschrecken lassen

„Du bist vegan? Da kannst du doch nichts essen? Vegetarisch oke, aber vegan, das wäre nichts für mich.“ Mit diesen Reaktionen werde ich oft konfrontiert, wenn ich den Leuten erzähle, dass ich vegan lebe. Wenn ich jedoch ins Gespräch komme und mehr von meiner Lebensweise erzähle, stoße ich oft auf Neugierde. Und so beginnt meist die Entstehungsgeschichte meines Ernährungsstiles, welche ich euch auch heute gerne erzählen möchte.

Ich lebe seit ca. 10 Jahren vegetarisch und seit ca. 1 1/2 Jahren vegan. Die Umstellung war bei mir auch nicht von einem Tag auf den anderen, sondern erwies sich als „schleichender“ Prozess. Anstelle von Milch habe ich Hafermilch probiert. Das Joghurt durch Sojajoghurt ersetzt und meine Proteine holte ich mir durch Tofu und anderer Hülsenfrüchte.
Ich habe mich auch durch den Produktejungel der pflanzlichen Alternativen geschlagen und meine Lieblingsprodukte entdeckt. Daher verzweifelt nicht gleich, wenn euch die erste pflanzliche Milch nicht schmeckt, denn es gibt viele verschiedene Sorten und auch Marken, da ist für dich auch etwas dabei.

Wichtig erscheint mir an dieser Stelle noch zu erwähnen, dass ihr die pflanzliche Ernährungsform nicht als Einschränkung seht, sondern als Möglichkeit neue Gerichte und Lebensmittel kennen zu lernen. Die Umstellung gelingt am besten, wenn ihr bereits dazu seit, euch auf ein kulinarisches Abenteuer einzulassen und offen für neue Geschmäcker seid.
Was ich euch damit vermitteln möchte, ihr müsst nicht von Anfang an alles perfekt machen und eure Ernährung um 180 Grad wenden. Sich etwas zu verbieten und beschließen nie wieder tierische Produkte zu essen kann überfordernd sein. Daher verringert euren Käsekonsum, probiert ein Stück Tofu, verliebt euch in Süßkartoffelbrownies. Beginnt Step by Step, nehmt euch Zeit, überrascht eure Geschmacksnerven und vor allem, seit mutig und traut euch Neues auszuprobieren.

2. Vegan mit der „Grain-Green-Bean-Formel“

Die vegane Ernährung wird oft mit aufwendigen Rezepten und Spezialzutaten in Verbindung gebracht. Ich möchte euch vom Gegenteil überzeugen und zeige euch, wie ihr mit nur wenigen Zutaten leckere Gerichte kreieren könnt. Oft kochen wir bereits unbewusst vegan, da vor allem Suppen, Eintöpfe oder asiatische Reisgerichte von Natur aus vegan sind. Ich bin mir sicher das ein oder andere vegane Gericht habt ihr „versehentlich“ schon gekocht und verspeist. Doch nun mehr dazu, wie ihr euren Fokus bewusst auf einfache & vegane Gerichte legen könnt.

Habt ihr schon einmal etwas von der „Grain-Green-Bean-Formel“ gehört? Die könnt ihr als Hilfsmittel für die Zusammenstellung eurer Gerichte verwenden. Somit gelingt es euch, eurem Körper mit genügend Energie zu versorgen.
Wie der Name schon verratet, beinhaltet ein Rezept nach der „Grain-Green-Bean-Formel“ immer:

– A Grain … ein Getreide – am besten Vollkorn (z.B.: Dinkel, Grünkern, Reis, Hirse, Mais, Hafer, usw.)
– A Green … ein Gemüse
– A Bean … eine Hülsenfrucht (z.B.: Linsen, Kichererbsen, Tofu, Seiten, Lupinienprodukte, usw.)

Dadurch erhaltet eure Mahlzeiten ein hochwertiges Profil an komplexen Kohlenhydraten, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen.
Ich erweitere die Formel gerne noch mit gesunden Fetten wie Nüssen, Samen oder Pflanzenfette.
Einfache Gerichte wie Pasta mit Linsenbolognese, Eintöpfe oder Curry mit Tofu und Gemüse stellen hier hervorragende Beispiele für die Erfüllung der „Grain-Green-Bean-Formel“ dar.
Damit euch die Umsetzung leichter geling, könnt ihr euch einen Essensplan erstellen. Somit kauft ihr im Laden nur die Lebensmittel, die ihr wirklich benötigt. Ihr spart dabei Zeit und Geld. Somit ist euer Kühlschrank vorbereitet und eurem veganen Essen steht nichts mehr im Weg.

3. Kochen und bekocht werden

Wie bereits oben erwähnt, ist eine gute Vorbereitung das A und O. Egal ob zu Hause oder im Restaurant.
Doch was, wenn die Oma einlädt und ihr schon wisst, hui, da könne die pflanzliche Auswahl begrenzt sein. Nur keine Panick, dreht den Spieß doch um und werdet beim nächsten Mal selbst zur*zum Gastgeber*in. Denn zu Hause könnt ihr euch easy mit veganen Lebensmittel eindecken und könnt eure Gäste mit vegetarischen/veganen Köstlichkeiten überraschen. Ihr müsst dabei auch nicht erwähnen, dass anstelle des Sauerrahmes, Hafer Cuisine in der Suppe verwendet wurde. Macht den Veganismus nicht zum Hauptthema, wenn ihr befürchtet auf negative Resonanz zu stoßen, sondern überzeugt eure Mitmenschen mit leckerem Essen und gutem Geschmack – denn das ist das einzige das zählt.
Natürlich werden wir auch gerne bewirtet, gar keine Frage. Daher habe ich für mich einen guten Weg gefunden und nehme mir mein Essen selber mit. Zwar nicht das ganze Gericht, sondern oft nur Teilelemente. Ich spreche mich mit der*dem Gastgeber*in ab und erkundige mich welche Elemente bereits vegan sind und welche ich ergänzen möchte. Ich nenne euch hier ein Beispiel: Einladung zur Jause – da Brot, Gemüse und Senfgurken meist vorhanden und vegan sind, nehme ich gerne selbstgemachte Aufstriche, Focaccia oder Tofu mit. Ich stelle das mitgebrachte Essen in die Mitte, damit es für alle zugänglich ist. Dies ist einerseits eine nette Geste als Mitbringsel und kann andererseits auch als Begegnungszone mit der veganen Ernährung dienen.

Auch beim nächsten Restaurantbesuch könnt ihr euch vorbereiten. Das einfachste: sich informieren, wo sich das nächste vegane Reataurants/ die nächste vegane Alternativen befindet. Seit ihr dann doch einmal in einem traditionell, österreichischen Restaurant, seit mutig und fragt, ob die Küche etwas Veganes zaubern kann. Wenn ihr im Vorhinein schon wisst, wo und wann ihr essen geht, besteht auch immer die Möglichkeit anzurufen und etwas Veganes vor zu bestellen.
Ich habe damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht, auch bei mir im ländlichen Bereich. Also nur keine Scheu davor und einfach mal nachfragen. Denn fragen kostet nichts ;).
Wenn es dann schnell gehen muss, dann ist Pizza essen eine hervorragende Idee, denn Pizza ohne Käse ist normalerweise immer vegan!

Abschließend möchte ich euch noch mitgeben: Probiert euch aus und vor allem HABT EINFACH SPASS DABEI!!!

Alles Liebe eure Laura 🌱

Kürbissuppe

Kartoffelgulasch

2 Kommentare

  1. Danke Laura für den spannenden Einblick 🤌🏼🤌🏼

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    • Gerne!😊

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